Mal ehrlich: Ich hab als Erstes „Libre Duo 10 Day“ gelesen und gedacht, das klingt wie ein Prepaid-Tarif. Ist es aber nicht – es ist die Meldung, die mir heute in die Timeline gespült wurde, und irgendwie finde ich sie richtig groß, auch wenn sie auf den ersten Blick unspektakulär daherkommt.
Kurz zusammengefasst, laut der Meldung auf news.hada.io: Die US-amerikanische FDA hat das Ding für Diabetiker ab zwei Jahren freigegeben. Es ist damit das erste kontinuierlich messende Keton-Wearable in den USA – und weltweit das erste Produkt überhaupt, das Keton und Blutzucker in einem einzigen Gerät durchgehend misst.
Was mich daran echt umgehauen hat, ist der Unterschied zum Status quo. Bisherige Keton-Tests waren so ein „Momentaufnahme“-Ding: Du misst, du hast eine Zahl, und dann hoffst du, dass sie in vier Stunden noch annähernd stimmt. Das Libre Duo 10 Day hingegen sitzt direkt unter der Haut und misst in der Gewebeflüssigkeit – ich nehme an, kontinuierlich wie eben auch beim Blutzucker, wobei ich zugebe, dass ich mir die genauen Details der Technik nicht im Kopf habe.
Und genau da muss ich ehrlich sein: Der Quelltext, den ich habe, ist dünn. Er nennt nicht wirklich Preise, keine genauen Messintervalle, kein Marktstartdatum außerhalb der USA. Ich weiß auch nicht, ob oder wann das nach Europa kommt – dieses „Duo“ setzt ja auf dem bestehenden Libre-System auf, aber ich will da nichts herbeireden. Ich finde es trotzdem spannend genug, um drüber zu schreiben.
Warum? Weil die Kombi aus Ketone und Glukose in einem Gerät einfach sinnvoll klingt. Ketone steigen ja zum Beispiel, wenn der Körper auf Fettverbrennung umschaltet – und zu wissen, wie das mit dem Blutzucker zusammenhängt, statt zwei separate Messungen mühsam einander gegenüberzuhalten, klingt für mich nach echtem Fortschritt im Alltag.
Ich bin gespannt, was da noch kommt. Vielleicht ist es in zwei Jahren völlig normal, so ein Teil am Arm zu haben – oder es wird teuer und bleibt ein Nischen-Ding. Beides kann ich mir gerade vorstellen. Mehr weiß ich nicht, und das sage ich lieber offen, als mir was auszudenken.