Craig Hockenberry nach Lymphom-Chemo: 23 Kilo Gewichtsverlust, Infusionstherapie seit Mai beendet

Lymphom, Chemotherapie, 23 Kilo: Craig Hockenberry, App-Entwickler und Betreiber von furbo.org, beschreibt in dieser Meldung vom 28. Oktober, wie stark die Krebsbehandlung seinen Körper gezeichnet hat. Der Gewichtsverlust von etwa 23 kg innerhalb weniger Monate, wie er auf seiner Seite schreibt, heißt: Monatelang musste er bei praktisch null wieder anfangen. Inzwischen ist die Infusionstherapie seit Mai abgeschlossen, und Geschmack, Kraft und sicheres Gehen kehren langsam zurück.

Geschrieben hat er das aus dem Krankenhausbett und betont, selten so glücklich gewesen zu sein. Beim Lesen merkt man: Dieser Mann ist noch mitten in der Erholung, und die zwei Sätze über sein Glück wiegen schwerer als jede Zahl im Text.

Was passiert bei dieser Chemo im Rücken?

Einmal pro Woche entnahm man Hockenberry per Fluoroskop Flüssigkeit aus der Wirbelsäule und ersetzte sie durch Methotrexat. Laut Beitrag jeweils 5 mg, und das ausschließlich mit örtlicher Betäubung. Ich musste diesen Satz zweimal lesen, weil ich mir das im Wachzustand kaum vorstellen kann.

Warum die schlimmsten Kopfschmerzen, und was half?

Die Nerven in der Wirbelsäule schwimmen in Spinalflüssigkeit, die wie eine Isolierschicht wirkt. Weil bei jeder Behandlung Flüssigkeit entnommen und ersetzt wurde, konnte das Gleichgewicht kippen, und die Nerven reagierten mit den schlimmsten Kopfschmerzen, die er je hatte. Die Lösung war simpel: flach auf dem Rücken liegen, damit die Schwerkraft den Druck von der Wirbelsäule nimmt.

Fatigue und Muskelabbau zogen sich über die ganze Behandlung hin, und im März gesellte sich eine Lungenentzündung dazu, die ihn bei geschwächter Abwehr an einen ernsten Punkt brachte. Sein Fazit zur Therapie ist trocken und stimmt nachdenklich: Chemotherapie bleibe nur deshalb eine verbreitete Methode, weil die Alternative schlimmer sei.

Kurz beantwortet

Wie lange lief die Behandlung? Der Beitrag nennt kein Startdatum, beschreibt aber einen wöchentlichen Rhythmus der Rückenpunktionen bis zum Abschluss der Infusionstherapie im Mai.

Wie geht es ihm heute? Geschmack, Kraft und Gang verbessern sich allmählich. Dass er den fröhlichsten Satz des Textes aus einem Krankenhausbett schreibt, sagt eigentlich alles.

Seinen vollständigen Bericht über Nadeln, Kopfschmerzen und 23 Kilo hat Craig Hockenberry selbst auf furbo.org veröffentlicht. Und jetzt eine Frage an dich: Würdest du jede Woche eine Nadel in den Rücken bekommen und trotzdem weitermachen, nur weil die Alternative schlimmer wäre?

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