Ein Entwickler, der sich selbst als KI-Skeptiker beschreibt, hat sich ein persönliches Wissenssystem zugelegt, weil ihm Claude mehrfach Kommandozeilen-Optionen nannte, die es gar nicht gibt. Die Meldung dazu erschien am 24. September 2026 auf jadarma.github.io und erklärt, warum aus Ärger über halluzinierende KI-Assistenten ein privates „zweites Gehirn“ aus eigenen Notizen wurde.
Der Auslöser ist unangenehm vertraut. Mitten im Flow will man nur die Bash-Schreibweise für die Fehlerumleitung wissen (2>&1 oder 2&>1?) und fragt kurz die KI, statt bei „sollte ich doch im Schlaf können“ nachzugooglen. Genau dieses Beispiel nennt die Quelle. Meist passt die Antwort, Chat zu, fertig.
Ärgerlich wird es in den anderen Fällen: Claude empfahl, für ein Feature einfach eine bestimmte Option an den Befehl zu hängen. Der Blick in die Man-Page zeigte: nicht vorhanden. Auf Nachfrage entschuldigte sich das Modell sinngemäß und wollte eine „andere Quelle“ nachsehen, oder es widersprach sich mitten in derselben Antwort gleich selbst. So schildert die Meldung das, Augenrollen inklusive.
Warum ein eigenes Wissenssystem statt einfach die KI fragen?
Weil schnelles Nachfragen laut Quelle nichts bringt, wenn das Modell lieber gefallen will als zu helfen. Die Antwort in einem Satz: Wer Wissen selbst sortiert und notiert, findet später genau die Erklärungen, die zum eigenen Kopf passen, und muss sie niemandem glauben, der sie eben erfinden kann.
Ist das jetzt KI-Bashing?
Nein, so pauschal nicht. Der Autor nutzt Claude auf der Arbeitslaptop weiter, wo es ihm quasi eingeflößt wurde, und räumt ein, dass die Antworten meistens funktionieren. Der Kritikpunkt ist enger und damit unangenehmer: Ausgerechnet bei banalen Befehlen, die man „eigentlich“ schon kann, erfindet das Modell sichere Optionen, die die Man-Page nicht kennt.
Ein Wermutstropfen für alle, die wissen wollen, wie das System konkret aussieht: Der vorliegende Auszug der Quelle bricht mitten im Satz ab. Werkzeuge, Ordnerstruktur, Ablauf, nichts davon steht darin. Belegt sind Entschluss und Begründung, außerdem 1.823 Wörter und gut neun Minuten Lesezeit, wie die Quelle angibt. Ganz schön viel Anlass für eine Frage, die früher eine Websuche war.
Kurz beantwortet
Was war der Auslöser für das Projekt? Erfundene Kommandozeilen-Flags und Selbstkorrekturen mitten in der Antwort. Für den Autor war das der Punkt, an dem privates Wissensmanagement (PKM) hermusste.
Wie lang ist der Originalbeitrag? 1.823 Wörter, laut Quelle rund neun Minuten Lesezeit.
Welche erfundene Flag hast du zuletzt fast übernommen, und woran hast du erkannt, dass sie gar nicht existiert?