Muse Gadgets: Open-Source-Hardware zum Selbstbauen

Muse Gadgets ist ein Open-Source-Hardware-Projekt für alle, die ihre Geräte lieber selbst auf den Tisch legen als fertig kaufen: Auf einem herkömmlichen ESP32-Brett oder einem Raspberry Pi installiert man ein SDK und verbindet darüber Muse mit eigenen Displays, Buttons, Sensoren und Aktoren. Die Meldung dieser Tage steht auf gadgets.muse.ai.

Ich hatte beim ersten Überfliegen kurz diesen Moment: Schon wieder ein SDK, das „einfach nur“ integrieren will. Dann der zweite Blick, und die Idee hat tatsächlich was. Statt eine Fertig-Assistenten-Box mit fest verbautem Mikrofon ins Regal zu stellen, nehme ich den Mikrocontroller, den ich neulich für einen Lampen-Bastelabend gekauft und nie zu Ende gebracht habe. Die Quelle betont ausdrücklich: Das sind Geräte, die man sich selbst baut, quelloffen, mit dem, was halt noch auf dem Werktisch herumliegt.

Was kann das ESP32-SDK konkret?

Die Quelle nennt für das ESP32 Device SDK drei Fähigkeiten: Bilder auf einem Bildschirm anzeigen, Audio als Ein- und Ausgabe, und das Verbinden von Sensoren. Buttons und Aktoren kommen über die allgemeine Gerätebeschreibung der Seite dazu, die von Displays über Taster bis zu Aktoren alles als andockbar erwähnt. Für den Raspberry Pi kündigt die Seite ein eigenes Linux-SDK an; der übermittelte Quelltext bricht dort mitten im Satz ab, also sage ich zum Umfang dieser Variante lieber nichts, was nicht dasteht.

Und was brauche ich außer dem Board sonst noch?

Genau das, was das Projekt ausmacht: kein Gerät aus der Packung, sondern Teile aus dem eigenen Bestand. Die Seite beschreibt das Prinzip „bring deine eigenen Teile mit“ – Display, Knöpfe, Sensoren, Motoren, was auch immer vorhanden ist, und verlinkt dazu ein GitHub-Projekt und einen Discord für die Community. Ich finde diese Kombination aus Bastelkasten und Forum sympathisch, auch wenn „offen und selbstgebaut“ eben auch heißt: Niemand nimmt mir das Lötkolben-Risiko ab.

Kurz beantwortet

Welche Boards nennt die Quelle? Ausdrücklich ESP32-Boards und Raspberry Pi, jeweils mit eigenem SDK.

Was kostet das? Dazu sagt die Quelle nichts: „open source“ beschreibt den Code, nicht zwingend einen Preis.

Einordnung in einem Satz, weil die Quelle dünn ist: Das Konzept ist charmant und klar umrissen, aber ohne Zahlen, Demo oder Fertigungsanleitung bleibt es vorerst eine Einladung, kein Produkt. Meine Frage an alle, die schon ein ESP32-Regal horten: Wenn das erste selbstgebaute Gadget nach drei Wochen Firmware-Pflege schreit, habe ich dann immer noch Spaß am Werkbank-Projekt, oder war die Fertigbox am Ende doch die faulere, bessere Lösung?

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