LED-Filament lässt sich nicht kürzen – der Inkscape-Trick hinter dem LED-Shirt

Ein Bastler hat für das Neon-Event seiner Firma ein T-Shirt mit flexiblem LED-Filament bebaut und es von einer USB-Powerbank betreiben lassen. Das ganze Shirt stand in nur wenigen Tagen, wie die Meldung auf scottbezek.blogspot.com beschreibt.

  • Gestromt hat alles über eine USB-Powerbank, wie die Quelle angibt.
  • Die Länge des Filaments ließ sich nicht durch Abschneiden anpassen.
  • Gelöst hat er das mit Inkscape: durchgehenden Pfad zeichnen, Motiv auf die Länge der vorhandenen Filament-Stücke skalieren.

Ich habe die Meldung zweimal gelesen, weil ich hoffte, es käme noch mehr. Kommt nicht. Filament-Typ, Kosten, Akkulaufzeit, Verhalten in der Waschmaschine, nada. Was drin steht, ist ausgerechnet die Bastel-Entscheidung, die mich am meisten interessiert.

Warum nicht einfach das Filament kürzer schneiden?

Weil sich die Länge dieses Filaments laut Quelle eben nicht durch Kürzen anpassen lässt. Einmal gekauft, ist das Stück so lang, wie es ist, und zu lang für ein Motiv ist sehr doof. Der Bastler hat deshalb nicht das Material dem Design angepasst, sondern in Inkscape umgekehrt das Design auf die vorhandene Länge seiner Teile skaliert. Kleiner Unterschied, große Wirkung: Das Motiv passt garantiert, ohne Reststücke, die sich nirgends anschließen lassen.

Der Trick ist allgemeiner nützlich als das Shirt selbst. Jedes Projekt mit fest vorgegebenem Material (Lochraster, Fertigleiterplatten, genau ein Meter dieses einen Bands) funktioniert so: nicht wishful thinking beim Design, sondern die Zeichnung so groß machen, wie das Material hergibt. Meine eigenen LED-Projekte enden sonst damit, dass ich ein Breadboard anstarre und auf Inspiration warte.

Lässt sich die Idee ohne Vorkenntnisse nachbauen?

Die Grundidee schon: flexibles Filament aufs Shirt nähen, USB-Powerbank dran, Motiv als durchgehenden Pfad in Inkscape vorgezeichnet, Größe am vorhandenen Material ausgerichtet. Zum konkreten Filament sagt die Quelle allerdings nichts Genaues, und wer noch nie mit LED-Filament gearbeitet hat, wird mit dieser Anleitung allein kaum warm. Für ein Firmen-Event mit Deadline und ohne Haltbarkeitsanspruch reicht der Bericht aber als Startpunkt.

Meine Einordnung: ein nettes Kurzfrist-Projekt, mehr nicht, und genau das macht es sympathisch. Die Schwäche ist dasselbe Detail, es bleibt ein Event-Kostüm. Wer das Teil öfter anzieht, kämpft mit Waschen, Kabelsalat und loser Befestigung, und dazu sagt die Quelle kein Wort.

Kurz beantwortet

Wie wurde das leuchtende T-Shirt mit Strom versorgt?
Mit einer USB-Powerbank, wie die Quelle angibt. Ein integriertes Fach oder Spezielles war nicht erwähnt.

Warum ließ sich das Motiv nicht frei wählen?
Weil das Filament nicht auf Wunschlänge gekürzt werden konnte. Also wurde die Zeichnung in Inkscape an die Länge der vorhandenen Stücke angepasst.

Wie lange hat der Bau gedauert?
Die Quelle sagt nur: wenige Tage, anlassgetrieben durch ein Neon-Event der Firma. Genauere Zeiten oder Kosten nennt sie nicht.

Die komplette Anleitung mit den Inkscape-Wegen steht verlinkt unter dem Titel der Quelle auf scottbezek.blogspot.com. Bleibt eine Frage, die dort niemand beantwortet: Hält die angenähte Filament-Konstruktion den ersten Waschgang durch, oder ist das Shirt nach dem Event Elektroschrott?

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