Diese Meldung ist kurz und konkret: Drei Entwickler:innen, die sich beim Gap-Year-Programm des koreanischen Landes Gyeonggi kennen gelernt haben, haben das bekannte Deduktions-Spiel „Sea Turtle Soup“ als Web-Spiel veröffentlicht. Du spielst es gegen eine KI statt gegen einen menschlichen Spielleiter. Die KI wirft eine kurze, seltsame Geschichte in den Raum, und du darfst nur noch Ja-oder-Nein-Fragen stellen, bis du herausgefunden hast, was dahintersteckt. Alles läuft frei im Browser, hier ist die Quelle.
Meine erste Reaktion war tatsächlich: Genau deshalb spiele ich das. Die Spielseite fragt gleich, was man heute raten möchte, und ein Klick startet eine neue Runde. Das Grundgerüst kenne ich von Abenden mit Freund:innen, nur dass hier ein Chatbot die Geschichte vorliest statt ein Mensch am Tisch. Das hat was: Man braucht keine zweite Person, keinen Termin, kann um zwei Uhr nachts loslegen. Und ob die KI als Spielleiterin überhaupt mithält, das ist ja genau die interessante Frage.
Was die Meldung selbst hergibt, ist allerdings wenig. Sie verrät, dass drei Leute aus dem Gap-Year-Programm Gyeonggi dahinterstehen, dass es ein Fragen-und-Antworten-Spiel mit KI ist, dass es eine Kontakt- und Tipp-Abteilung gibt und dass die Seite Besuchsstatistiken sammelt, aber laut eigener Angabe keine personalisierbaren Informationen speichert. Wie die KI sich in echten Runden verhält (bleibt sie in der Rolle, antwortet sie konsequent nur mit ja oder nein, wie lang eine Runde dauert), steht nirgends. Genau das lässt sich aus einer Ankündigung nicht bewerten, und ich will nicht einfach behaupten, das Spiel spiele sich großartig oder langweilig.
Das Wichtigste in einem Satz: Drei Entwickler:innen, ein Spiel, Ja-oder-Nein-Fragen gegen eine KI, kostenlos im Browser. Die einzige offene Frage, die ich mitnehme: Hält die KI die Geschichte auch bei der zwanzigsten Frage zusammen? Die kann ich selbst beantworten, in dem ich einfach spiele.