Tippett Studios: Ein anonymer Käufer rettet das Stop-Motion-Archiv ins Internet Archive

Nach der Schließung von Tippett Studios ist das Stop-Motion-Werk von Phil Tippett jetzt kostenlos im Internet Archive zugänglich. Ein anonymer Käufer, der sich TippettFan nennt, ersteigerte bei der Abschluss-Auktion die Disk-Bestände des Studios und stellte, wie die Quelle angibt, die wichtigsten 90 Disks ohne Duplikate online.

Ich hatte im August über die Schließung gelesen und dachte mir so: Props und Memorabilia gehen an Sammler, ärgerlich, aber leider normal. Dass ausgerechnet ein Käufer sein ersteigerte Material zurück ins Netz stellt, damit hatte ich nicht gerechnet.

Warum war das Material überhaupt in Gefahr?

Tippett Studios, die von Phil Tippett gegründete Trick- und Effektschmiede aus Berkeley, steckte laut der Quelle schon länger in finanziellen Schwierigkeiten und schloss am 28. August seine Türen. Ein zweitägiger Auktionsverkauf brachte Jahrzehnte an Requisiten, Memorabilia und Artworks unter die Leute. Zusammen mit Tippetts Ruhestand wuchs die Sorge, dass große Teile der Studio-Art dauerhaft in Privatsammlungen verschwinden und nie wieder ans Licht kommen.

Genau an diesem Punkt ist der anonyme Käufer eingesprungen, und das ist der eigentliche Grund, warum wir diese Meldung überhaupt haben.

Was steckt auf den 90 Disks?

Kurze Antwort: Das verrät die Quelle nicht. Ein Inhaltsverzeichnis der Disks fehlt in der Meldung, und erfinden will ich auch nichts, also bleibt der Blick auf die Arbeit dahinter: An Filmen wie Star Wars, RoboCop und Starship Troopers war Tippett beteiligt, und die Meldung bricht die Aufzählung selbst ab, weil sie nicht hinterherkommt.

Kurz beantwortet

Wer steckt hinter dem Archiv?
Ein anonymer Käufer, der bei der Abschluss-Auktion die Disk-Archivmappen von Tippett Studios erwarb und unter dem Namen TippettFan auftrat. Er stellte die wichtigsten 90 Disks ohne Duplikate ins Internet Archive.

Kostet der Zugang etwas?
Nein. Das Archiv ist kostenlos frei durchstöberbar, wie die Meldung erklärt.

Beim Lesen dieser Meldung von Anfang Oktober auf filmstories.co.uk bleibe ich zwiegespalten zurück: Die Rettung ist großartig, aber das Konzept dahinter ist dünn. Ein Teil Trickfilmgeschichte hängt jetzt an der Großzügigkeit eines anonymen Fremden. Meine Frage an alle, die gerade wieder ein Studio schließen muss: Wird auch diesmal jemand die Disks ersteigern und teilen, oder wandern die Festplatten in die nächste Sammlervitrine?

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